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Nachträglicher Einbau einer Fußbodenheizung

Auch nachträglich, auf Holzbalkendecken oder massiven Betondecken, kann eine Fußbodenheizung verlegt werden. Mit den entsprechenden Trockenbausystemen und der für diese Zwecke geeigneten Heizung geht das einfacher, als man glaubt. Zumal ein Trockenbausystem sich auch viel zeitsparender einbauen lässt. Bei Fließ- oder Zementestrich muss mit einer Trockenzeit von 21 Tagen und eine Aufheizphase von sieben Tagen gerechnet werden. Trockenestrich ist 24 Stunden nach dem Verkleben der Estrich-Elemente bereit für die Verlegung von Fliesen, Parkett oder Teppich.

Speziell für den Einbau von Fußbodenheizungen geeignet sind die Estrich-Elemente Rigidur 20 von Rigips. Diese Elemente bestehen aus zwei werkseitig verklebten und grundierten 10 mm dicken Gipsfaserplatten mit Stufenfalzausbildung in den Abmessungen 1.500 x 500 mm. Wie bereits erwähnt, muss das Heizungssystem vom Hersteller für die Kombination mit Trockenunterböden freigegeben sein. ATHE-Therm hat mit ATHE-OpTimus eine Warmwasser-Fußbodenheizung entwickelt, die diesen Anforderungen entspricht.

Verlegeanleitung Warmwasser-Fußbodenheizung:

  • 1.
    Untergrund
  • 2.
    Randdämmstreifen
  • 3.
    Systemplatte

1. Der Untergrund muss trocken, plan und horizontal sein. Vor Verlegung der Fußbodenheizung werden Holzbalkendecken mit einem diffusionsoffenen Rieselschutz (z.B. Natronpapier) und Massivdecken mit einer PE-Folie 0,2 mm abgedeckt. Unebenheiten müssen eventuell mit Fließspachtel oder Ausgleichsschüttungen begradigt werden. Auf diesem planen Untergrund wird eine lastverteilende Abdeckschicht verlegt. Dies kann beispielsweise eine 10 mm dicke Rigidur-Gipsfaserplatte sein. Es dürfen sich keine Elektrokabel oder Rohrleitungen auf dem Boden befinden.

2. Umlaufend wird nun ein Randdämmstreifen angebracht. Er verhindert die Übertragung des Trittschalls auf die Wände und schafft Spielraum für thermische Ausdehnung. Muss zusätzlich noch eine Wärme- oder Trittschalldämmung verlegt werden, darf diese PS 30 ( Rohdichte ≈ 30 kg/m³ ) nicht unterschreiten.

3. Sind Randstreifen verlegt, Untergrund begradigt und zusätzliche Wärmedämmung verlegt, wird die Systemplatte aufgebracht. Die Systemplatte des Heizungsherstellers aus Polystyrol enthält die vorgefertigten Bahnen für die Heizungsrohre.

  • 3.
    Wärmeleitbleche
  • 4.
    Abdeckplatte aus verzinktem Stahlblech

4. Anschließend werden die Wärmeleitbleche aus ver­zink­tem Stahlblech in die Polystyrolplatte eingesetzt. In die Wärmeleitbleche ver­legt man die Kunst­stoff­heiz­rohre.

5. Um die Wärme gleich­mäßig zu verteilen, kommt über die Heizrohre voll­flä­chig eine Abdeckplatte aus verzinktem Stahlblech.

Verlegeplan

Auf der Abdeckplatte werden die Rigidur Estrichelemente, in der hinteren Raumecke beginnend, verlegt. Dabei sollte ein Fugenversatz von mindestens 20 cm eingehalten und Kreuzfugen bzw. Fugen im Türbereich vermieden werden. Am Wandanschluss wird der überstehende Stufenfalz abgesägt, damit keine Hohlräume entstehen.

Estrichkleber Falzbereich

Im Falzbereich wird der Rigidur Estrichkleber mit doppelten Klebesträngen aufgetragen und danach das nächste Estrichelement aufgelegt und angedrückt. Die Fixierung der Elemente im Falzbereich erfolgt mit Rigidur-Schnellbauschrauben 3,9 x 22 mm im Abstand von etwa 25 cm. Alternativ können auch Stahldrahtklammern im Abstand von etwa 15 cm verwendet werden. Eventuell ausgetretener Kleber wird nach dem Antrocknen mit einem Spachtel entfernt und an den Fixierungspunkten mit Rigidur Fugenspachtel verspachtelt. Nach dem Aushärten des Klebers ist der Estrich sofort begehbar und kann mit den gewünschten Oberbelägen belegt werden.

Am besten geeignet sind bei einer Fußbodenheizung Fliesen oder Natursteinböden. Bodenfliesen werden im Dünnbettverfahren verlegt. Die Fliesengröße sollte 33 cm x 33 cm nicht überschreiten. Auch die Abmessungen von Natursteinplatten sollten diesen Wert nicht überschreiten. Für die Verklebung und Verfugung müssen Produkte verwendet werden, die für die Verwendung auf Gips-Trockenestrichen geeignet sind. Bei stark wasserbeaufschlagten Flächen ist der Rigidur Trockenestrich vor dem Verkleben der Fliesen mit einem Dichtanstrich gegen Eindringen von Feuchtigkeit zu schützen. Alle Anschlüsse sind dauerelastisch.

Parkett kann auf Rigidur-Estrich-Elementen schwimmend verlegt werden. Grundsätzlich sollte das Parkett jedoch schubarm sein, wie beispielsweise Mosaikparkett oder mehrschichtig verleimtes Fertigparkett. Stabparkett ist nicht geeignet. Elastische Beläge aus Textil oder Kork können nach der Verlegung der Estrichelemente direkt aufgebracht werden. Um eine einwandfreie Oberfläche bei PVC- oder ähnlichen Belägen zu gewährleisten, müssen die Estrichelemente mit Fließspachtel versehen werden. Zuvor ist die Oberfläche mit Rikombi Grund zu behandeln.

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